Lipót

Lipóti plébániatemplom Gesztenyefasor Virágos Lipót

In den letzten Jahrhunderten war Lipót als Fischerdorf bekannt. Die Lipóter Fischer hatten eigenen Stand auf den Fischmärkten in Wien und Bratislava. Ein anderer wichtiger Beruf im Dorf war das Goldwaschen. Anfang des XIX. Jahrhunderts lebten noch 39 Goldwäscher in Lipót. Bekannt waren auch die Wassermühlen (6 Stück) und viele verdienten ihr Geld mit Schifffahrt, Schiffschleppen oder als Fährmänner.

Auf das Leben des Dorfes hatte die Regulierung der Donau im Jahre 1885 eine grosse Wirkung. Die Mehrheit der Einwohner musste ihren Beruf ändern: sie fingen an sich mit Landwirtschaft zu beschäftigen. Das 700 Einwohner zählende kleine Dorf lebt heute in erster Linie vom Tourismus. In 2009 wurde Lipót ein Goldenpreisträger der Entente Florale.

Die Siedlung wird von Norden von einem 70 Hektar grossen Morast-See mit Wasserlilien begrenzt, an dessen Ufer Rastplätze und ein Lehrpfad mit Vogelbeobachtungspunkten errichtet wurde. Auch der Weg nach Darnózseli ist sehr stimmungsvoll, da es eine schattige Rosskastanien – Allee ist. Die Hauptanziehungskraft der Gemeinde ist das Thermal- und Erlebnisbad, das von einer aus 2000 m hervorspringenden 65 oC warmen Thermalquelle gespeist wird.

Das heutige Dorfbild wird grösstenteils von den Häusern, die nach der Überschwemmung in 1954 aufgebaut wurden, bestimmt. Die Kirche wurde im XVIII. Jahrhundert im Barockstil aufgebaut, ihre Fresken werden Maulbertsch addiziert. Das Passionsbild aus dem Kapuziner-Kloster in Mosonmgyaróvár und die Holzschnitzarbeit der Kanzel sind auch sehenswert.

Holt-Duna, Lipót Holt-Duna, Lipót Tündérrózsák Lipóton